Kelterey

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Geschichte des Obstanbaus

Schon immer ist der Apfel ein geschätzter Wegbegleiter des Menschen gewesen. Bereits in der Steinzeit galt er neben anderen Früchten als Grundnahrungsmittel, was durch Ausgrabungen belegt werden konnte. Es wurden Klumpen von Apfel- und Birnenkernen entdeckt, die darauf schließen lassen, dass hier Saft aus diesen Früchten hergestellt wurde.

Die Ursprünge des Obstbaus sind etwa 4000 Jahre alt. Schon 1400 v. Chr. hegten und pflegten die Ägypter prächtige Obsthaine entlang des Nildeltas. Auch im Römischen Reich legte man großen Wert auf die Weiterentwicklung der Obstbaukultur. Die Germanen nagten noch lange an den 3 – 5cm großen Wildäpfeln, von denen die Römer spotteten, dass man „ein Schwert damit abstumpfen könne“. Mit der Ausbreitung des römischen Imperiums nahm die Obstbaukultur, wie auch viele andere Anbaukulturen, Einzug in Europa und verwandelte insbesondere das Stammland Italien in einen reichen Obstgarten.
Im Mittelalter führten dann die Mönche in ihren Klöstern diese Obstbautradition fort und entwickelten die Gartenbautechniken weiter. Vor den Toren ihrer Gotteshäuser legten sie breite Ringe mit üppigen Obstbaumgärten an. Bauern und Ackerbürger folgten dem Beispiel der Klöster bei der Anlage ihrer Gärten. Als die Grundstücke innerhalb der Stadtmauern nicht mehr ausreichten, wich man in die freie Landschaft aus. Das war der eigentliche Ursprung der Streuobstwiesen. 

 

Streuobstwiesen sind Biotope

 Artenvielfalt und Biotopvernetzung

Obstwiesen und Streuobstwiesen sind elementare Bestandteile unserer Kulturlandschaft. Durch ihre Vielschichtigkeit stellen sie ein artenreiches Biotop dar. Bäume unterschiedlichen Alters, verschiedene Sorten und unterschiedliche Stammhöhen sowie die darunter liegenden Wiesen bieten Pflanzen und Tieren viele unterschiedliche Nischen. Mit über 5000 Tier- und Pflanzenarten gehören Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas
 

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