Der Vorgang der Branntweinherstellung im Obstannahmebrennverfahren


1.Pflege der Obstgärten: Bäume schneiden, Wiesen mähen, etc.
2.Beobachtung des Reifevorgangs der Früchte
3.Aufsammeln der Äpfel und Birnen in von uns auf Wunsch bereitgestellte Behälter
4.Ablieferung der Früchte: Abladen mit dem Stapler, Wiegen der Menge, Eintragung der Menge in die Anlieferungsliste und Bestätigung der Anlieferung durch Ihre Unterschrift
5.Ausfüllen der Formulare am Ende der Saison nach dem Einmaischen und Vergären der Früchte
a.Obstanlieferungsliste
b.Vereinbarung
c.Abfindungsanmeldung

6.Die Auszahlung der vereinbarten Summe für das angelieferte Obst darf erst erfolgen, wenn die Maische gebrannt und der Alkohol abgeliefert und verkauft ist. Wenn wir vorher Geld für das angelieferte Obst bezahlen, kann bei der Steueraufsicht der Eindruck der Steuerhinterziehung entstehen. Dies hat in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt.


Damit ist der Vorgang für Sie abgeschlossen, da in unserem Betrieb die restlichen Arbeitsschritte erledigt werden.

Da vielen Kunden die aufwändige Herstellung des Branntweins zu arbeitsintensiv ist, bieten wir die Herstellung des Branntweines mit den ganzen Arbeitsvorgängen als Dienstleistung an. Sie liefern nur noch die Rohware, also am Baum ausgereifte Äpfel oder Birnen. Der restliche Vorgang erfolgt in unserem Betrieb. Ihr Obst wird in einem gekennzeichneten Behältnis gelagert.

Die Voraussetzung für den hohen Obstpreis (mind. 10,- € für 100 kg Äpfel oder Birnen) ist, daß wir Branntwein aus Ihrem Obst herstellen. Rechtlich gesehen ist dieses Obst von uns aber nicht gekauft, sondern bleibt weiterhin Ihr Eigentum. Unser Betrieb übernimmt nur die Herstellung des Branntweins und führt die notwendigen Schritte der Verwertung aus.
Beim Ankauf von Kernobst ohne die Möglichkeit, daraus Branntwein herzustellen, können wir nur den allgemeinen Tagessatz auszahlen. Dies waren 2003 bspw. 5,-€ für 100 kg. Übermengen, die wir nicht auf Ihr Kontingent verwerten können, werden zum Tagespreis direkt ausbezahlt.

Viele Kunden nutzen aber auch beide Möglichkeiten. Sie liefern Obst für das Stoffbesitzerverfahren an uns und stellen selbst auch noch andere Sorten Branntwein her. Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen und Pflaumen, Wein und Weinhefe, eignen sich allesamt, um daraus einen wohlschmeckenden Branntwein herzustellen. Dies erfolgt dann aber im Lohnbrennverfahren. Für das Stoffbesitzerverfahren ist nur die Einmaischung von Kernobst gestattet.
Wenn sie beide Möglichkeiten nutzen möchten, stehen wir Ihnen als Berater natürlich gerne kostenlos und unverbindlich zur Seite. Die notwenigen Gärzusätze können Sie bei uns erwerben.
 

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